Wie ein Hund einen vermeintlichen Artgenossen schwanzwedelnd anbellt, den wir zuvor aus Pappmaché und Draht zusammen bastelteten, vermuten wir absichtsvolles Handeln bei Robotern, deren Algorithmen uns vernünftige Interaktion schwer erkennbar vorgaukeln sollen.
Selbst in sich verschränkte Berechnungsregeln, deren Konfiguration lösungsoptimierend wirken und heute euphemistisch künstliche Intelligenz genannt werden, verleiten uns zu dem Verdacht, dass in diesen Maschinen etwas denkt.
Niemand in unserer Zeit hinterfragt mehr das Phänomen der Täuschung von Wirklichkeit, welche die elektrischen Schatten eines Films in unserem Gemüt auslösen. Von Kindesbeinen an haben wir gelernt diese Täuschung als Nervenkitzel, wie eine Art Drogenrausch zu konsumieren.

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