Gibt es die Qualia nur als Verhältnisse? Also für sich genommen keine Größe, Länge, Farbe, Schönes, Böses usw.?
(S.68 aus Phenomenologie und Wahrnehmung, Maurice Merleau-Ponty )
Bekanntlich erscheint mir ein Baum auch dann stets größer als ein Mensch,
wenn der Mensch ganz nahe, der Baum sehr fern ist. Man ist versucht, zu
meinen: „Auch hier wiederum ist es das Urteil, welches den Gegenstand ver
größert. Doch sehen wir näher und aufmerksamer zu. Der Gegenstand ist unverändert, denn ein Gegenstand für sich hat gar keine Größe; eine Größe ist
immer nur eine Vergleichsgröße, und so bildet die Größe zweier Gegenstände, ja die aller Gegenstände, ein unteilbares und wirklich teilloses Ganzes; alle Größen sind in eins geurteilt. So wird deutlich, daß es gilt, auseinanderzuhalten: die stets getrennten und aus einander äußerlichen Teilen sich auf bauenden materiellen Dinge einerseits, und andererseits den Gedanken dieser Dinge, der keinerlei Teilung zuläßt. So undurchsichtig diese Unterscheidung zunächst scheinen mag, so schwer sie stets auszudenken bleiben wird, halten Sie sie jetzt schon fest.
Und gibt es eine Unendlichkeit ihrerseits an den Rädern, des also immer noch größeren oder noch kleineren, ja sogar in den Feinheiten des dazwischen, also zwischen zwei unmerklich verschiedenen Größen passt immernoch eine abgestufte noch feinere Größe?
Doch wie verhält es sich mit dem Erleben von Sinneserfahrung, dem Geschmack der Papaya etwa, wenn man sie noch nie geschmeckt hat? Gibt es fein abgestufte Verhältnisse von Geschmecktem auf deren Weg sich der Geschmack der Papaya ergibt?
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