Ein Wesen, das Möglichkeiten hat, kann nicht anders, als die Wirklichkeit als Verwirklichung von Möglichkeiten anzusehen.

Zum Möglichsein gehört der Gedanke, daß etwas auch nicht sein könnte. Dadurch bekommt die Welt eine eigenartige Durchsichtigkeit. Sie ist zwar alles, was der Fall ist, aber gerade darum ist sie nicht Alles. Sie ist eingelassen in den noch größeren Raum des Möglichen und Nichtigen.

Wirklichkeit, so wie sie der Mensch erfährt, ist in die Bewegung des Ankommens, des Sich-Verbergens und Sich-Zeigens hineingerissen.

So Safranski in Zeit

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