„Einordnung“ ist ein typisches Verfahren wenigstens deutscher, mehr und mehr aber aller westlichen Medien. Wann immer der Satz: „Wir müssen das natürlich einordnen …“, gesprochen oder geschrieben wird, höre ich auf, zuzusehen oder zu lesen. Medien sind keine Lehrmeister einer staatlichen Meinung, sondern die sogenannte Vierte Gewalt, die nötigenfalls staatliches Handeln in Frage stellt. Aber die Zeiten „Woodsteins“ sind offensichtlich lange vorbei. Es gilt nicht das Geschriebene oder Gesprochene, es gilt das eingeordnete Wort.

(Gesine Hammerlein)