Rezensionsnotiz zu <Gott höchstselbst> Neue Züricher Zeitung, 29.10.2010

Einen „metaphysischen Schauder“ spürte Christian Gasser durch diese Geschichte wehen, in der Marc-Antoine Mathieu die Menschheit mit Gott und also mit sich selbst konfrontierte. Gasser, verlässlicher Fachmann fürs Genre, berichtet durchaus beeindruckt von diesem Buch, das er als eigenwillig bezeichnet, komplex und unterhaltsam. Aber ist er wirklich überzeugt? In Mathieus Geschichte gibt sich ein alter Mann als Gott zu erkennen, er wird sofort in die Klapsmühle expediert, aber Medien und Merchandising laufen heiß. Gasser sieht hier viele gesellschaftliche und spirituelle Fragen reflektiert und beschreibt die Zeichnungen als fast klaustrophobisch dicht. Ein leichter Vorbehalt bleibt spürbar.

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