Was wäre, wann immer wir Zeitung lesen, Blogs durchforsten, Bücher studieren, Filme schauen, Musik hören uns selbst begegneten, Zeitungsartikel über uns, unsere Gedanken in fremden Blogs lesen, über unser Gewusstes aus Büchern erfahren, uns in fremden Filmen begegnen, unsere eigenen Lieder hören?

Und wie viel Unbekanntes, Fremdes ertragen wir beim Lesen, Durchforsten, Schauen, Hören und Begegnen? Unser Leseverstehen verlangt nach grammatischen Regeln und korrekter Wortsetzung, die damit artikulierten Gedanken sollen wenigstens verständlich sein. Die Grammatik- und Dramaturgieregeln von Filmen und Theater sind noch weitaus stringenter als die der Sprache, das Hörvergnügnen ist auf wenige abzählbare Töne und Rhythmen beschränkt.

Wie eng ist doch unsere Fähigkeit, das was wir als sinnvoll, richtig, schön und angenehm zu erkennen. Fortwährend bestätigen wir uns und unsere Lebenswelt mit allem, was wir erfahren wollen und überhaupt erfahren können, als schauten wir ständig eitel in den Spiegel, um uns unserer Selbst zu vergewissern.