Der Teufel der Qualitätsmessung steckt nicht im Versuch der Bewertung und im Interesse an Transparenz. Der Teufel steckt vielmehr im Vergessen dessen, wie man bewertet, wenn man so oder so misst. Bewerten kommt hier im eigentlichen Sinn des Wortes vor. Das Anlegen eines Massstabes ist eine Bewertung, eine Qualifizierung: nämlich die, dass die Länge, die man mit dem Massstab misst, ein relevantes, d.h. qualitätskonstitutives Merkmal ist. Das eigentliche Bewerten in der Messung geschieht nicht beim Ablesen des Instruments, also beim Zuordnen eines Wertes (einer Messzahl) zum Gemessenen.
Das eigentliche Bewerten findet vorher statt, nämlich bei der Konstruktion der Messanordnung. Das Nachdenken über die Tücken der Qualitätsmessungen führt deshalb nicht zu einer Ablehnung der Bewertungsverfahren, sondern zu einer Forderung nach Transparenz hinsichtlich der Werte, die in die Messungen einfliessen. Messen setzt Bewertung voraus. Man setzt voraus, dass bestimmte messbare Charakteristika der zu bewertenden Sache wertvoll sind oder sie in ihrem Wert auszeichnen.

Darauf eine Antwort aus Japan:

The idea of „Japanese Quality“ is derived from Total Quality Management. In this context there are two kinds of quality:

  1. atarimae hinshitsu (当たり前品質)- The idea that things will work as they are supposed to (e.g. a pen will write).
  2. miryokuteki hinshitsu (魅力的品質)- The idea that things should have an aesthetic quality which is different from „atarimae hinshitsu“ (e.g. a pen will write in a way that is pleasing to the writer, and leave behind ink that is pleasing to the reader).

In the design of goods or services, atarimae hinshitsu and miryokuteki hinshitsu together ensure that a creation will both work to customers‘ expectations and also be desirable to have.

Taking for granted and

is quality measurable?