Ganz klar, es geht immer abwärts, bis es nicht mehr geht? Unablässig in vielen Schleifen, mäandert er bergab, weshalb soviele Schleifen, weshalb nicht geradeaus? Und wenn Fliessen auf schleifenfreundlichen Wegen geht, wieso gibt es dann so wenig Seen?
Weil der Fluss weiss, dass er eher links herum fliessen muss, weil nur dann, wenn er sich für die linke Schleife entschieden hat, nur dann geht es weiter, wäre er rechts herum geflossen, hätte sein Wasser mit dem Gelände einen See bilden müssen, bevor dieser reichlich aufgefüllt ist erst dann geht es weiter bergab. Und genau das tut kein Fluss, er entscheidet sich meist richtig, Flüsse bilden kaum Seen, trotzdem ihr Mäandern die Seebildung begünstigen müsste. Es drängt den Fluss zum Salzigen, süsse Binnenmeere will er nicht zeugen.
Was kann der Fluss wissen? Vermeidet der Fluss den See und verhindert ihn wo immer möglich, weil er sonst nicht fliessen kann?
Er weiß es nicht, sein Flusswesen bleibt nicht gern an einem Ort. Der See ist ein Freund der Erde und des Ortes. Der Fluss arbeitet solange an der Erde bis sie aufgibt und ihm den Weg freimacht aus der Gefangenschaft des Sees.
So scheint es nur, der Fluss wüsste welcher Weg den See vermeidet. In Wirklichkeit ist es die Beständigkeit seines Flusswesens, der Nachdruck, mit dem er zum Salzigen strebt.
Besser noch, er fällt immerzu, bis er in den Armen des Salzigen Wasser aufgeht, weil dieses die tiefsten Tiefen bereits füllt.
Und das haben wir vergessen, wenn wir ihn zum Bleiben zwingen. Der Fluss gibt nicht auf zu bohren, bis der Weg frei wird, damit er fliessen kann.
Woher nur dann kommt das viele süsse Wasser, wer bringt es unablässig in die Höhen, sie sagen auf dem Weg durch die Luft zurück zum Berg verlöre es seine Salzigkeit.