Qualitäten sind nur in Verhältnissen denkbar, Grösse nur, wenn sie neben Kleinen gestellt ist, Helles nur neben Dunklem, Schönes neben Hässlichem, Würde neben Schändlichem, Farbiges neben Eintönigem und so weiter.

Erst die Gegensätze und graduellen Unterschiede im Verhältnis zueinander machen Qualität sichtbar. Nur wenn es ein in uns gelegtes Muster einer Qualität, zum Beispiel dem Schön sein, gibt, können wir feststellen, ob etwas überhaupt schön ist.

Wird das Neue mit dem Bekannten verglichen, erkennen wir seine Qualität. Dabei muss das gänzlich Neue stets die Hürde des Herausragenden überschreiten, damit es Bestehendes nachjustiert. Es herrscht eine fest gefügte Bequemlichkeit und Beharrungskraft im Herkömmlichen. Neues, dessen Qualität Althergebrachtes weit übertrumpft, wird abgelehnt und wenn überhaupt erst nach langer Prüfung überhaupt angenommen.

Besonders Gutes wird beargwöhnt, besonders Hässliches nicht verstanden.

Das Paradies will es nicht in seiner ewigen Beschaffenheit an der Einöde scheitern, muss beständig an Qualität zunehmen. In jedem Moment muss Glückseligkeit in ihm von Nachfolgender übertroffen werden. Eine fortwährende Annäherung hin zu Gott. Wir kennen kein anderes Wort für das Überaus Allbarmherzige, das diesen Prozess im Paradiesischen ermöglicht, als Gott.