Unendliches soll unendlich klein, also infinitesimal oder unendlich groß sein. Beidem wohnt der Gedanke inne, das was ist bleibt, weswegen es entweder unendlich teilbar und unendlich zusammenfügbar sei.

Wenn etwas bis ins Unendliche geteilt werden kann, wie kann es dann je aus unendlich Kleinem zu einem Ganzen gefügt sein? Beide Abstraktionen, das Zerkleinern und das Vergrößern sind entgegengesetzte sich einander ausschliessende Denkbewegungen. Beide behaupten, es ist etwas und dieses Etwas lässt sich anders und neu arrangieren, um dadurch ein Neues, Anderes, Ganzes zu bauen, oder es bestünde aus immer Kleinerem.

Was jedoch, wenn Alles stets neu immer anders Geschaffenes ist, die Ähnlichkeit seiner Phänomene uns allerdings zum Glauben verleitet, es gäbe etwas, das Bestand hätte.

Warum also nicht annehmen alles sei zu jeder noch so kleinen Beobachtungszeit stets einzigartig neu?

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