Helligkeit, Klang, Beschaffenheit des Aussen, Geruch, und so weiter sind Phänomene der Wirklichkeit und Ursachen für das Vorhandensein der Sinne. Jeder Sinn wird von dem Phänomen für das er sich öffnete, angezogen.
Augen sind ein Zeichen für die Existenz von Helligkeit, Ohren für Klang, Tasten für die Beschaffenheit des Ausserhalb, Nasen für Geruch, Zungen für Geschmack, Temperatursinn für Wärme, Gleichgewichtssinn für Aufrichtung, der Schmerzsinn warnt vor Grenzüberschreitungen im Innerhalb.
Alle diese Sinne werden von ihren sie verursachenden Phänomenen bestimmt, angezogen, beziehen ihre Öffnungen auf sie und richten sich nach ihnen aus. Das Gegenteil der Phänomene, ihr Fehlen also, Dunkelheit, Stille, Taubheit, verfeinern zwar die Sinne vorübergehend, aber sind die Sinne ihnen zu lange ausgesetzt, verkümmern sie auch.
So gilt die Behauptung, die Phänomene begründen und nähren die Sinne.
Die Sinneswahrnehmungen sind demnach etwas was nicht ist, sondern etwas das wird, ein Prozess kein Zustand.
Ist der Prozess gestört oder stößt er an seine Grenzen, treten Störungen auf, wir nennen sie Täuschungen. Sinneswahrnehmungen können beeinflusst werden, verfeinert, vergröbert, sie werden erlernt, allerdings, ist es nicht möglich sich ihrer zu entziehen.
Wo Klang auf ein Ohr trifft, findet Hören statt, wo Helligkeit auf ein Auge Sehen usw., Sinnestäuschungen zeigen, dass Ohren auch ohne Klänge hören, Augen ohne Helligkeit sehen, Nasen riechen ohne Vorhandensein von Gerüchen, Schmerzen in Gliedmaßen wahrgenommen werden, die nicht vorhanden sind.
So gilt die Behauptung, werden die Sinne unzureichend durch die Phänomene genährt, erzeugen sie Täuschungen.
„Wirklichkeit ist das Produkt einer überaus beeindruckenden Phantasie,“ so Wallace Stevens.
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