Kinder schauen durchs Schlüsselloch ins Geheime, ins Schlaraffenland, ins Wischdirwas, ins Herzenssehnen, halten fest am Spielzeugkatalog des Digital.

Und die Alten gehen ohne ihren Wischwunsch nirgendwo mehr hin. Die Märchenwelt des Digital fesselt sie an Orte mit guter Übertragungsrate und ihre Herzen sind Gefangene im Bitland.

Wenn sich für uns Kinder früher die Tür noch öffnete, dort wo die Geschenke waren, bleiben wir heute davor. Das Digital ist von anderer Natur, selbst der Traum öffnet sich dem Schläfer, doch das Digital ist hart, eine Illusion lichtschneller Wechsel zwischen 0 und 1.

Unsere kraftvollen Herzen jedoch verlangen nach Vollkommenheit, nach Ganzem, nach Wahrheit, nach Nähe, nach Barmherzigkeit, sie wollen in Liebe summen, wie das Volk der Bienen in Erinnerung an seine Königin summt und honigt aus Blüten und Farben und Wärme eines Sommers.

Doch tatsächlich sind wir alle zu verdorrten Spannern des Digital geworden und sabbern dümmlich von seinem bitteren Saft.

Hinterlasse einen Kommentar