sagt, wir Menschen leben nicht um zu glauben, sondern um zu lernen.
Der Moderne provoziert gerne mit dem Satz, wer weiß, muss nicht glauben.
Wenn Menschen etwas nicht wissen können, wie erklären sie sich diese Wissenslücke?
Je schlüssiger die Erklärung, das meint den Regeln der Logik und Nachvollziehbarkeit folgend, um so eher halten wir eine solche Erklärung für richtig.
Nachvollziehbarkeit ist wesentlich von unserer Lebenswelt und der Erinnerung an sie geprägt. Das Gedächtnis der Lebenswelt ist die geübte Wiederholung von Erklärungen von etwas, was wir nicht wissen.
Logik meint mittels regelbasierter Kombinationen, konforme Aussagen zu treffen, die helfen Zusammenhänge von Ereignissen klarzustellen. Dabei ist es einerlei, ob es sich um die Logik eines kunstvollen Syllogismus handelt oder die familiäre Beziehungslogik von Mythologien.
So verstanden ist glauben Lernen und lernen Glauben, nämlich der Vorgang in unserem Gehirn aus Erinnerungen der Lebenswelt logische, nachvollziehbare Erklärungen zu erzeugen, die uns dabei helfen Wissenslücken zu schließen, die wir deshalb für wahr halten.
Meint glauben dasselbe, wie etwas fürwahrhalten?