Seit nunmehr einem Jahr kennen wir ein neues Regelsystem, das anhand umfangreich ermittelter Statistiken, Leistungskennzahlen und Grenzwerte, automatisierte soziale und grundrechtswirksame Beschränkungen vorschreibt.

Es dient der Gefahrenabwehr und will die anerkannt wissenschaftlich wirksamsten, gesellschaftlichen Massnahmen dosierend einsetzen.

Wie und ab wann kann dieses Regelsystem wieder ausser Kraft gesetzt wird, das wird nicht genannt.

Was wenn die Gefahr stets schneller ist, als unser Wissen über wissenschaftlich anerkannte, gesellschaftliche Massnahmen zu ihrer Abwehr? Wenn deshalb unsere Massnahmen bestenfalls den Status Quo aufrechterhalten, aber nie eine wirklich messbare Verbesserung zeigen, oder was ebenso möglich ist, dass die Massnahmen selbst den Status quo aufrechterhalten?

Bleibt dieses statisch getriebene Regelkreis System dann immer aktiv und steuert unser gesellschaftliches Zusammenleben mit seinen so justierenden, die Grundrechte einschränkenden Massnahmen?

Was wenn es schlichtweg nicht gelingt die neue Virus Gefahr auf diesem Weg merklich zu bannen?

Gewöhnen wir uns dann an diese Gefahr, so wie wir, die wir umfänglich auf die Digitalwirtschaft setzen, obwohl wir wissen, dass ein Sonnenwind vom Ausmaß eines Carrington Ereignisses sämtliche technischen Einrichtungen binnen Minuten zerstören kann, oder wie wir uns daran gewöhnt haben, dass Vulkane und Erdbeben im Feuerzirkel asiatische Megastädte binnen Minuten komplett zerstören können, oder wir es zulassen, dass der weltweite und verschmutzende Wasserverbrauch geeignet ist, Millionen und Abermillionen Menschenleben erheblich zu verletzen, wenn nicht gar zerstören können?