Beim Zählen abstrahieren wir und geben jedem Ding eine Nummer. Ein Ding ist das, was wir vom Anderen unterschieden haben, also zählen wir letztlich mit unserem Vermögen Unterscheidbares zu erkennen und zu bezeichnen. Dabei verallgemeinern wir das Unterschiedene wieder soweit, als wir das Einzigartige außer acht lassen, denn nur Gleichartiges lässt sich zählen.

Gelänge es einen Klon zu schaffen, der seinem Wesen nach ununterscheidbar von seinem Zwilling ist, so können wir die Klone nicht mehr zählen, denn es gelingt nicht festzustellen, ob wir diesen oder jenen bereits mit einer Nummer versehen haben oder nicht.

Es sei denn das Zählen selbst versieht das Gezählte mit einer Markierung und schafft damit eine Unterscheidung vom noch Ungezählten.

Zählen ist also ein Vorgang der nur im diffusen Zwischenbereich der beiden äußeren Grenzen von Einzigartigkeit und völliger Gleichheit möglich ist.

Hinterlasse einen Kommentar