spannt sich die Kette des Ein- und Ausatmens, wieder und immerwieder, bis das ended, was wir Leben nennen um dem Platz zu machen, was Tod heißt.

Ist Lebendigkeit also die Fähigkeit zu atmen, etwas was wir tun müssen, um zu leben? Für wenige Momente mag es uns gelingen das Atmen zu unterbrechen, doch dann verlangt es uns nach Luft. Und weil dieser Zwang herrscht, ist es nicht etwa andersherum nämlich, ist nicht Lebendigkeit die Voraussetzung fürs Atmen, ohne Leben kein Atmen?

Die Perser haben das Einatmen dem Leben zugeordnet, das Ausatmen dem Tod, weil mit dem ersten Atemzug des Neugeborenen dessen Leben beginnt und mit dem letzten tiefen und langem Ausatmen der Sterbende zum Toten wird.

Ist Leben also eine Zeitspanne, die zwischen den Atemzügen und Atmen, solange es stattfindet, liegt?

Ist der Komapatient, dem der Zwang zu atmen abhanden gekommen ist und deshalb von aussen beatmet wird, bereits tot? Ganz spontan kann die Atmung wieder einsetzen, das wird oft beobachtet und das Aussetzen der Atmung sogar des Herzschlags in der Medizintechnik bei schweren Operationen wird künstlich herbeigeführt, um dann wieder einzusetzen, wenn die Ärzte ihre Arbeit getan haben.

Also kann es Unterbrechungen des Atmens geben und das Leben geht trotzdem weiter. Also bedingt Lebendigkeit die Atmung, den Herzschlag, die Körperwärme und andere vitale Funktionen in unserem Körper.

Was ist Leben, wenn es Bedingung für das Funktionieren des Körpers verantwortlich ist und nicht nur die Zeitspanne beschreibt während dessen sie korrekt arbeiten.

Oder ist es schlichtweg falsch diese Frage zu stellen, weil es das Kausalitätsprinzip so garnicht gibt oder für diese Zusammenhänge nicht gilt, weil sie nebenläufig sind?

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