Ist Lesen die Spurensuche des Jägers nach dem Wild des Sinnvollem?
Verbalisieren…
Auf leisen Sohlen, durch Worte wild,
der Leser schreitet, im Morgenrock oder Kilt.
Er jagt nach Bedeutung, tief und bar,
im Silben- und Wortewald, der Zarž.
Ein Jäger des Sinns, in Stille stark,
folgt er der Fährte, Zeile für Zeile, durch das Dunkel, durch den Park.
Die Beute des Wissens, so flüchtig, so scheu,
erhascht er im Dämmer, im gedanklichen Freiheit.
Mit jedem Wort, das er leise erlegt,
wird ein Stück des Puzzles, behutsam bewegt.
Die Geschichte entfaltet, der Sinn wird ihm klar,
im Lesen entdeckt er, was verborgen war.
So ist Lesen die Jagd, die niemals ruht,
nach dem Wild des Verstehens, das in Büchern gut.
Und wie Enzensberger, mit spitzer Feder,
zeichnet der Leser, die Welt um sich, immer wieder, immer besser.
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