Astronominnen und Astronomen haben im Weltall unzählige Galaxien, Sterne und inzwischen auch Planeten ausgemacht – und sie gehen davon aus, dass auf einigen dieser fernen Welten womöglich ebenfalls Leben existieren könnte. Selbstverständlich
(Was geschieht in einem Bakterium in Slow Motion)
ist das alles nicht – nicht einmal für unseren Planeten. Denn bereits winzige Änderungen in den fundamentalen Eigenschaften des Universums hätten ausgereicht, um Leben niemals entstehen zu lassen. Es scheint so, als wären die Eigenschaften fein aufeinander abgestimmt. Worin diese Feinabstimmung besteht und welche möglichen Erklärungen es dafür gibt, berichtet Thomas Naumann vom Forschungszentrum DESY in Zeuthen in dieser Folge:
Die Frage weshalb es ein so ungewöhnlich einzigartiges und besonders abgestimmtes Universum gibt, umgeht er mit einem eigenartigen Zusatz zu einem Einstein Zitat: „Albert Einstein hat mal gesagt: Was mich am meisten interessiert, ist, ob Gott die Welt auch hätte anders machen können. Das ist eine wunderschöne Frage. Nur war Einstein nicht gläubig, das war er auf keinen Fall.“
Noch genauer als Naumann führt
Peter Hägele die Feinabstimmung aus,
und geht vorallem auf die Theorien der Deutungen dieser feinen Beschaffenheit ein. So sagen Vertreter des schwachen Antropischen Prinzips, „Das physikalische Universum, das wir beobachten, hat eine Struktur, welche die Existenz von uns als Beobachtern zulässt.“ (nach CLIFTON)
Die Vertreter des Starken Anthropischen Prinzip– Strong Anthropic Principle (SAP) sagen: „Das Universum muss in seinen Gesetzen und in seinem speziellen Aufbau so beschaffen sein, dass es irgendwann unweigerlich einen Beobachter hervorbringt.“ (B. CARTER 1973)
Die Vertreter der intelligent design auffassung sagen, die Feinabstimmung ist von einer Intelligenz, einem Designer so gewollt und gemacht, dass Leben entstehen kann. „Die Zufälligkeit der Naturkonstanten kann ich als Wahl zu meinen Gunsten deuten.“ (W. PANNENBERG)
Bereits 1500 Jahre vor diesen Entdeckungen der feinabgestimmten Naturkonstanten werden Menschen im Quran auf die aufgefordert, das Erschaffene auf Ungereimtheiten, Risse, Sprünge, Ungesetzmässigkeiten, Fehler in seinem Gewebe hin zu untersuchen, um dann festzustellen, dass es solches in ihm nicht gibt:
{ ٱلَّذِی خَلَقَ سَبۡعَ سَمَـٰوَ ٰتࣲ طِبَاقࣰاۖ مَّا تَرَىٰ فِی خَلۡقِ ٱلرَّحۡمَـٰنِ مِن تَفَـٰوُتࣲۖ فَٱرۡجِعِ ٱلۡبَصَرَ هَلۡ تَرَىٰ مِن فُطُورࣲ }
[Sure Al-Mulk: 3]
(Er,) Der sieben Himmel in Schichten (übereinander) erschaffen hat. Du kannst in der Schöpfung des Allerbarmers keine Ungesetzmäßigkeit sehen. Wende den Blick zurück: Siehst du irgendwelche Risse?
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