Zählen ist das Überführen beliebiger Objekte von „nicht gezählt“ zu „gezählt“, wobei jedem Objekt das aktuelle Zahlwort der gezählten Gesamtmenge zugeordnet wird.

Oder besser bei Thomas von Aquin, die Zahl fügt der Menge den Grund des Messems zu.

Addit enim numerus super multitudinem rationem mensurationis.

Die Antwort auf die Frage, was Zahlen sind:

Sie sind die Namen, die wir den Stufen eines Prozesses geben, der mit einer einzigen Unterscheidung beginnt.

Das ist eine sehr haptische Vorstellung von Zahlen, die behauptet nur Gezähltes sei Zahl ist naiv.

Mit Zahlen kann man auch den Zählvorgang selbst antizipieren. Auch wenn man den Zählvorgang nie physisch erreicht, also nie das Gemessene vom Nicht-Gemessenen wird unterscheiden können, etwa weil die Lebenszeit aller die zählen nicht genügt.

Aber es gibt auch Zahlen, die unzählbar sind, ganz gleich wieviel unendliche Lebenszeit, etwa weil einem im Paradies langweilig würde und man auf die Idee kommt die Zahl pi zu zählen, es würde nicht gelingen. Keine Unendlichkeit ist groß genug solche Zahlen zu erfassen, aber unser Verstand kann das – erstaunlich!

Hinterlasse einen Kommentar