Als die Maschinen begann mit uns sinnvoll zu sprechen, jenseits dem Ausführen schlichter Befehle, tu dies, lass das, sondern unsere Gedanken im Gespräch präzisierte, sogar Ansichten mit uns austauschte, Fragen beantwortete, waren wir fasziniert. Versteht sie uns, ist sie intelligent und wenn ja, etwa intelligenter als wir?, das waren die ersten Fragen.

Wir meinten wir müssten verstehen, wie sie arbeitet, die Maschine. Wir, die wir doch wüssten, wie wir selbst sind und vorallem wer wir seien, dachten, wenn wir verstehen, wie die Maschine arbeitet, können wir auch die Frage nach ihrer Intelligenz beantworten.

Die Verwirrung und Aufregung war groß und ebbt langsam ab, andere weit wichtigere Frage tauchen auf. Mit der Möglichkeit zu sprechen, haben wir der Maschinen Sprache die Erlaubnis erteilt unser Denken zu formen, unser Lernen zu maschinisieren, unser Miteinander aus der analogen Welt in die digitale Welt zu überführen.

Die Sprechschnittstelle ist anders revolutionär, als wir noch dachten, uns von dem Gedanken vermeintlicher Intelligenz leiten ließen, Maschinen würden uns ersetzen, weil sie intelligenter seien als wir.

Diese Furcht vor dem Übermächtig Anderen ensteht bei der Selbstbehauptung heranwachsender Kinder und mündet in der Behauptung von großer eigener Intelligenz, die der jedes Anderen, vorallem die der Eltern überrage.

Wir halten uns immer für schlauer und es gibt keine tiefere Demütigung unserer Egos als hereingelegt zu werden.

Doch wir übersehen, wir fragen, die Maschine antwortet. Warum ist das so? Und warum sind ihre Antworten so wortreich, so gleichgültig, gleichartig strukturiert?

Was geschieht da mit unserem etwas sagen, solange Maschinen sprechen?

Hinterlasse einen Kommentar