3.700 Jahre vor der Europäischen Zeitrechnung haben Menschen bei Tell Brak, einer Ausgrabungsstätte des heutigen Syriens, unzählige dieser Figuren in ihrem Tempelgebäude aufgestellt.

Figuren mit Augenpaaren, übergrosse, markante Augen schauen im Tempel – seltsam – oder besser zeigen Schauende, stellen sie dar.

Wohin, worauf schauen sie, weshalb im Tempel, was gibt es da mit den Augen zu erfassen, zu sehen, wahrzunehmen?

Ist das wofür der Tempel gebaut wurde Offenbarungsort eines sichtbaren Gottes, oder Götter, heilige Sichtbarkeit, Epiphanie?

Ereignete sich diese Offenbarung des Heiligen, Göttlichen, permanent oder war sie nur selten zu sehen, konnte man sie also verpassen, wenn man nicht anwesend war und nicht schaute?

Konnten die damaligen Menschen am Tempelort nicht immer sein, weil sie fern wohnten, arbeiteten, lebten und waren die Figuren ihre der Epiphanie beiwohnenden, schauenden Stellvertreter?

Weshalb war es wichtig das sich zeigende Heilige zu sehen, und deshalb so viele dieser Augen Figuren dort plaziert waren?

Was geschah oder geschah nicht, wenn man nicht schaute?

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