wir Deutschen sagen, Kümmere dich um deine Angelegenheiten, oder negativ, Kümmere dich nicht um fremde Angelegenheiten.

Die Aufforderung „mind your own business“ ist ein Chamäleon. Sie kann sein:
· Ein reaktionärer Rückzug in die kleinbürgerliche Enge.
· Ein berechtigter Schutz der Privatsphäre vor Übergriffigkeit.
· Eine Verweigerung von politischer Verantwortung.
· Ein weiser Ratschlag zur emotionalen Selbstfürsorge und zur Anerkennung von Grenzen.

Doch wo endet das Eigene und des Anderen Angelegenheit, wie lässt sich das feststellen?

Die Selbstwirksamkeit bietet sich als guter Ratgeber an und das auf zwei Ebenen, dem normativen Dürfen und dem faktischen Vermögen.

Was ich nicht ändern kann, Wetter, Kriege, Politiken, Fußballergebnisse, Lottozahlen – alles „not my business – don’t care about it!“

Was ich nicht ändern darf, ist auch nicht meine Angelegenheit: des Nachbars verwilderter Garten, das Leben meiner erwachsenen Kinder, die Farbe der Kleidung oder die Art der Kleidung meines Mitmenschen. All das ist nicht mein Besitz, also habe ich kein Recht es zu ändern, ergo: not my business.

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