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  • Väter

    Sie nennen sich stolz Väter und doch, Zweifel an der Mutter gibt es nicht, für den Vater bürgt die Mutter. Mater semper certa est, pater numquam

  • Mind your own business

    wir Deutschen sagen, Kümmere dich um deine Angelegenheiten, oder negativ, Kümmere dich nicht um fremde Angelegenheiten. Die Aufforderung „mind your own business“ ist ein Chamäleon. Sie kann sein:· Ein reaktionärer Rückzug in die kleinbürgerliche Enge.· Ein berechtigter Schutz der Privatsphäre vor Übergriffigkeit.· Eine Verweigerung von politischer Verantwortung.· Ein weiser Ratschlag zur emotionalen Selbstfürsorge und zur Anerkennung von Grenzen. Doch wo…

  • Freiheit von der Freiheit

    Freiheitsrechte scheinen uns unveräusserlich und doch endet des Einen Freiheit wo des Anderen beginnt, als ob es eine verhandelbare Grenze gäbe für den Drang nach Freiheit. Wer drängt? Von was? Wohin? Oder muß es nicht eher heißen, was drängt wohin und wer nennt dies Drängen, Freiheit? Als gäbe es Grenzen, die von der Freiheit durchschritten oder überflogen werden, gleich Vögeln,…

  • Der Zeitlose

    Erschafft Zeit und die Stunde und so die Begegnung in der Herzensmitte:  وَٱعْلَمُوٓا۟ أَنَّ ٱللَّهَ يَحُولُ بَيْنَ ٱلْمَرْءِ وَقَلْبِهِۦ „Und wisst, dass Allah zwischen dem Menschen und seinem Herzen interveniert …“. (Qur’an 8:24) Am innersten Ort der Herzen begegnet Allah uns Menschen in der Zeit. Wir, Emporkömmlinge des Moments sind ihre Kinder. So sagt der Vielgepriesene, „Beleidigt die Zeit nicht,…

  • Wer nicht fragt bleibt …

    Wie, wo, wer, wieso, weshalb, warum… die Sesamstraße hat die Fragepronomen dieser Basisfragen aller Sprachen verdreht, es müsste heißen… Wie, woher, warum, wozu, wohin, wer sind die sechs Geschwister. Wo Geschwister ist ist Familie, Kinder und Vater und Mutter. Also wer sind ihre Eltern? Sind nicht Lethe und Mnemosyne ihre Eltern, das Vergessen und die Erinnerung? Sie legen in ihre…

  • Die da schauen

    Figuren mit Augenpaaren, übergrosse, markante Augen schauen im Tempel – seltsam – oder besser zeigen Schauende, stellen sie dar. Wohin, worauf schauen sie, weshalb im Tempel, was gibt es da mit den Augen zu erfassen, zu sehen, wahrzunehmen? Ist das wofür der Tempel gebaut wurde Offenbarungsort eines sichtbaren Gottes, oder Götter, heilige Sichtbarkeit, Epiphanie? Ereignete sich diese Offenbarung des Heiligen,…

  • Maschinen Sprache

    Als die Maschinen begann mit uns sinnvoll zu sprechen, jenseits dem Ausführen schlichter Befehle, tu dies, lass das, sondern unsere Gedanken im Gespräch präzisierte, sogar Ansichten mit uns austauschte, Fragen beantwortete, waren wir fasziniert. Versteht sie uns, ist sie intelligent und wenn ja, etwa intelligenter als wir?, das waren die ersten Fragen. Wir meinten wir müssten verstehen, wie sie arbeitet,…

  • Wünsche

    Erlauben wir dem Wunsch, zur Vorstellung aufzublühen – dass es vom anderen eine bessere Version gibt –, zerstören wir jedes Vertrauen.

  • Bahlul

    Einst traf Harun al-Rashid der Herrscher der Gläubigen in Bagdad auf Bahlul und fragte ihn, wie heiß die Hölle sei? Bahlul antwortete dem Herrscher der Gläubigen, in der Hölle sei kein Feuer. Wie das, erwiederte Harun al-Rashid, Jeder wisse doch, daß im Feuer der Hölle alle Sünder brennen? Bahlul sagte, einst war mir so kalt im Winter und nirgendwo fand…

  • Warum ist etwas und nicht vielmehr Nichts?

    Der Grund, daß etwas ist kann nicht in den vergänglichen Dingen, ihren Ansammlungen noch dem Wirken zwischen ihnen liegen. Nur was ausserhalb der Beschränkungen, des Vielen und seiner Prozesse ist, kann als Grund gelten. Was ist das Nicht-Beschränkte, Unvergängliche, über das Viele Bestimmende? Und was ist das Nichts, das Nicht Etwas ist?