• Was ist Ordnung?

    Meine erster Gedanke begann mit dem Dreikörperproblem und seinen chaotischen Bewegungen. Ich war erstaunt und zugleich verärgert, dass uns diese faszinierende Unvorhesagbarkeit in der Schulzeit vorenthalten wurde und stattdessen ein Bild von geordneten, mechanistischen, Naturgesetzlichen Weltgeschehen als Wirklichkeit verkauft wurde. Das Faucault’sche Pendel zeigt nicht nur die Eigendrehung der Erde, sondern es pendelt auch mit gleichmütiger, geordneter Regelmäßigkeit. Doch nur…

  • Der Glaube

    Der Glaube ist ein Schwert geschmiedet im Feuer der Unendlichkeit La foi est une épée forgée dans le feu de l’infini. Faith a sword forged in the fire of eternity الإيمان سيفٌ صُقِلَ في نار اللانهاية. Aufgeschnappt übersetzt.

  • Dialog über Heidegger: Ding, Zeug und virtuelle Welten

    Ausgangsgedanke Ein Gedanke: Heidegger unterscheidet zwischen Ding und Zeug.Mein Gedanke:Zeug ist das von uns Gemachte, um etwas damit zutun. Mit solcherart Er-Zeugnissen umgeben wir uns und lernen verstehen und wir überstülpen dieses Verstehen den Dingen.Ja wir erkennen sie noch nicht einmal, sondern grenzen sie derart voneinander ab, zerschneiden und unterteilen sie, obwohl sie Ganzheiten sind.Das tun wir, weil wir den…

  • Die Welt in uns

    Der Geist kann etwas, wozu kein Computer fähig ist und was kein Messinstrument je erfassen wird: Obwohl er in einem kleinen, sterblichen Körper wohnt, kann er das Grenzenlose denken. Das ist keine abstrakte Spielerei, sondern die vielleicht fundamentalste Fähigkeit, die wir besitzen. Sie trennt die Welt, die wir messen, von der Welt, die wir verstehen.Unsere Instrumente sind heute Meister darin,…

  • Schlussendlich

    1. Erfahrung ist nur möglich, wo sich das Erfahrene als wiedererkennbar, als in einer gewissen Weise geordnet zeigt. Die Welt begegnet uns in einer Ordnung, die sich nicht aus uns ableitet, sondern uns entgegenkommt. Regelmäßigkeit ist vielleicht nicht das Grundprinzip der Welt, sondern die Bedingung unseres Verstehens.Doch die Welt selbst ist in ihrem Grund singulär, unerschöpflich, und in jedem Moment…

  • Auf der Spur des Un…

    Unendlichen, Unermesslichen, Unbegrenzten  – dessen was kein Ende, Maß und keine Grenze hat, behauptete Cantor Aktualität und kehrte damit der Potenzialität in der Diskussion um das Apeiron Aristoteles‘ den Rücken. Und weiter konnte er beweisen, dass abzählbare, unendliche Mengen stets gleich, überabzählbare jedoch größer als abzählbare sind. Cantor führte mit der Kardinalität eine Art ‚Mächtigkeit‘ oder ‚Größenordnung‘ der Unendlichkeit ein.…

  • Notation – notio et notatio

    Mathematische Schreibweisen sind externalisierte Verfahren, um Sachverhalte eindeutig zu entwickeln. Ihre Übersetzungsfähigkeit in andere semantische Schreibweisen ist begrenzt. Durch operative Umformung ergeben sich neue sinnvolle Bezüge und Aussagen. Gedichte sind internalisierte Formsprache aus mehrdeutigen Sinngefügen, die sich in semantische Schreibweisen übertragen lassen, jedoch nicht in die logisch externalisierte der Mathematik.

  • Person

    Per – Sona, durch Klang Der römische Schauspieler trug Masken, durch Klang wurde ihre Rolle belebt.

  • Fleiß ist die Tochter der Armut

    Armut schafft Demut,Demut schafft Fleiß,Fleiß schafft Reichtum,Reichtum schafft Übermut,Übermut schafft Krieg,Krieg schafft Armut, sagt der Schwabe in mir. Vor mehr als 500 Jahren wusste Geiler von Kayserberg schon, „Friede schafft Reichtum,Reichtum schafft Übermut,Übermut schafft Krieg,Krieg schafft Armut,Armut schafft Demut,Demut schafft Frieden.“

  • Zählen

    Zählen ist das Überführen beliebiger Objekte von „nicht gezählt“ zu „gezählt“, wobei jedem Objekt das aktuelle Zahlwort der gezählten Gesamtmenge zugeordnet wird. Oder besser bei Thomas von Aquin, die Zahl fügt der Menge den Grund des Messems zu. Addit enim numerus super multitudinem rationem mensurationis. Die Antwort auf die Frage, was Zahlen sind: Sie sind die Namen, die wir den…