Schlagwort: #denken

  • Absolut Unmittelbar

    Als fehle unserem Bewusstsein die Durchdringungskraft das Einzige, das Wahre, das Absolute, das Ewige zu denken, löst es Wahrheit in Wirklichkeiten auf, die dann zueinander in Beziehung sind, – Relationen – wir denken in Verhältnissen anstelle das Wesen der Dinge. Indem wir das tun, behaupten wir selbst das einzig Absolute, Unveränderliche, das Einzige das erkennt zu sein, während das Erkannte…

  • Veränderung

    Veränderung verlangt etwas Beharrendes, so Kant (vgl. Kant 1781/87, A 187/B 230ff.), etwas zeitüberdauernd Selbiges, an dem Eigenschaften wechseln (können), was auch heute noch unbestritten ist: „change [Veränderung] needs identity as well as difference“ (Mellor, 1998, 89). Identität über die Zeit hinweg ist aber (vielleicht) für bestimmte Vorgänge nicht anzunehmen. Merke: Nur was Beharrungsvermögen hat, also über die Zeit Identität…

  • Wissen und Verfügbarkeit

    Erich Fromm machte einst darauf aufmerksam, wie sehr wir mit unserem modernen Habitus des Habens das Wesen des Seins verlieren. Wissen wird zu Wissen haben, Wissen erwerben, wird käuflich, obwohl ihm doch die hochflüchtige Weisheit zugrundeliegt. Dass Wissen ohne Weisheit Dummheit ist, wird ausser acht gelassen, und dumm geworden, meinen wir über etwas verfügen zu dürfen, was gar nicht verstanden…

  • Quantität

    Messen heisst vergleichen von Gleichartigem. Das Maß ist die festgelegte Abfolge von Einheiten. Messbar ist Gleichartiges, solange es in ausreichender Menge vorhanden ist. Gleichartig ist was nicht einzigartig ist. Gleichartiges ist Vielfaches. Einzigartiges wird mit Qualitäten verglichen, Vielfaches in Quantitäten gemessen.

  • Ist Quantität ein Merkmal der Distanz?

    Könnte es sein, dass Quantität erst dann entsteht, wenn das Erkennen von Einzigartigkeit aufgrund ausreichend grosser Distanz verschwunden ist? Der Wesenskern von Quantität ist die Abzählbarkeit von diskreten Teilen. Abzählbares setzt Diskretes vorraus, das seiner Beschaffenheit nach zuvor miteinander verglichen wurde. Die Erkennbarkeit der Unterschiede der individuellen Beschaffenheit jedes Diskretums nehmen mit zunehmender Entfernung immer mehr ab und wird dabei…

  • Qualität messen

    Der Teufel der Qualitätsmessung steckt nicht im Versuch der Bewertung und im Interesse an Transparenz. Der Teufel steckt vielmehr im Vergessen dessen, wie man bewertet, wenn man so oder so misst. Bewerten kommt hier im eigentlichen Sinn des Wortes vor. Das Anlegen eines Massstabes ist eine Bewertung, eine Qualifizierung: nämlich die, dass die Länge, die man mit dem Massstab misst,…

  • Sternenlicht

    Seit Abermillionen Jahren trifft es hierhin und dorthin und dann zu denen, die atmen und einige Atmer geben dem Licht der Sterne Bedeutung.

  • Wer will

    Wer bin ich ohne ich? Das Ich eine Erinnerung seiner selbst, stets vergangen, immer zu spät, ohne Gegenwart, behauptet es eine Zukunft zu haben. Ich will!

  • Vom Thron

    Es sei, Gott ist Einer. Dann bestimmt einzig Gott über das Unverfügbare und Schicksal. Jegliches Schicksalbehaftete dauert an bis ins Unendliche. Die unendlichen Orte sind Himmel und Hölle, ihre Insassen, Menschen. Das Festlegen der Richtung des Schicksals obliegt dem Beschluss, dem das Wort folgt, daß es so sein solle. Der Mensch bittet um ein gutes Schicksal für sich und seine…

  • Vernunft und Willenskraft

    Zwei Kräfte, die sich nur bei Menschen wiederfinden, doch wozu sind sie, wenn doch Intelligenz und Wollen genügen, um Beute zu machen und sich die Welt untertan?