Schlagwort: #mensch

  • Mensch und Herz

    Im Arabischen hat das Wort Mensch إنسان zwei Wurzelbedeutungen, Nach etwas verlangen أنس (Uns) und Vergesslichkeit نسيان. Das arabische Wort Herz قلب hingegen kommt von dem Verbstamm, etwas das sich schnell ändert يتقلب. Folgen wir einige Gedankenlängen diesen Hinweisen einer fremden Sprache und ihrem Verstehen von so Benanntem. Mit Sprache wird Bedeutung und Verstehen für das mit ihren Worten Bezeichnete…

  • Bewirtschaftung von Launen

    ist die politische Verlockung des postfaktischen Zeitalters. Ihr kommt die Internetgesellschaft als «Nichtwissenwollengesellschaft» entgegen. Wir fragen nicht, wie man Wissen gewinnt und wie es begründet ist. Wir googeln. Wir haben die Suchmaschine bereits dermassen internalisiert, dass wir Wissen und Googeln gleichsetzen.

  • Aus Liebe machen

    Heute las ich, Pygamilion habe sein Werk so innig geliebt, damit es lebendig werde und als es ihm seinen Wunsch erfüllte, es damit die Liebe des Werkes zum Macher zum Ausdruck brachte. Der Gedanke darin, die Welt liebt uns so wie wir sie lieben. Ein verrückter Gedanke, Pinocchio wird lebendig, weil ein Stück Holz den Holzschuhmacher und Schnitzer Gepetto liebt.

  • Himmel

    Wer den Himmel vergißt, muß in Tyrannei enden! Und wie viele Male belehrte ich mein Gemüt, dass das Licht der Sterne hunderttausende Jahre durch die Leere des Raumes gereist sei, bis es unser Auge, das versteht, fand und trotzdem kehrt der innere Sinn vor dieser unfassbaren Weite immer wieder zurück zum Trost des Jenseits. Wir haben mit dem Elektrischen Helligkeit…

  • Vom Wesen der KI

    Benennen behauptet Verstehen; wenn wir also allenthalben von künstlicher Intelligenz sprechen, die da in den verwobenen kybernetischen Prozessen probabilistischer Bewertungssysteme zum Finden eng umrissener Fragestellungen dient, wie etwa ist das was das Bild zeigt, eine Katze oder keine Katze, meinen wir das Wesen dessen, was KI sei, verstanden zu haben. Haben wir wirklich verstanden, was KI ist? alpha fold2 Das…

  • Gebet der Toleranz, Voltaire

    ….ist Abiturwissen in Frankreich, hier, vor 40 Jahren in Deutschland prägten Ringparabeln den Diskurs, heute krakeelt jeder nur er und Seinesgleichen seien daseinsberechtigt und gönnt dem Bedürftigen noch nicht einmal seine Kleidung: Ce n’est donc plus aux hommes que je m’adresse ; c’est à toi, Dieu de tous les êtres, de tous les mondes et de tous les temps :…

  • Sternenlicht

    Seit Abermillionen Jahren trifft es hierhin und dorthin und dann zu denen, die atmen und einige Atmer geben dem Licht der Sterne Bedeutung.

  • Wer will

    Wer bin ich ohne ich? Das Ich eine Erinnerung seiner selbst, stets vergangen, immer zu spät, ohne Gegenwart, behauptet es eine Zukunft zu haben. Ich will!

  • An der Kasse

    Eine kurze Geschichte über verlassene Hunde und ihr Leid, das sie nicht vergessen können und schlechten Menschen, die es verursachten. Dann die resolute Feststellung der Kassiererin, es gäbe mehr Gute als Schlechte, nur höre man so wenig von den Guten. Die wenigen Schlechten seien so laut und nur ihre Vergehen fänden Interesse bei denen die Nachrichten verbreiten.

  • Der Nennende

    Der Mensch ist der Nennende, daran erkennen wir, daß aus ihm die reine Sprache spricht. Alle Natur, sofern sie sich mitteilt, teilt sich in der Sprache mit, also letzten Endes im Menschen. (Walter Benjamin)