• Erkennen

    Was erinnert werden kann, wird erkannt. Erinnert werden kann nur, was nicht vergessen wurde. Mnemosyne treibt die Lichtsegel der Erkenntnis voran. In Lethes Fluss ertrinkt das Einzigartige und Einmalige und wird vergessen, damit wir in der Erinnerung Wegmarken setzen, die uns helfen uns zu orientieren. So treibt Vergessen des Besonderen das Verständnis vom Allgemeinen voran, so verstanden hat Lethe’s Fluss…

  • Wege wider das Vergessen

    Mnemosynes Fluss der Erinnerung fließt aus der Unterwelt durch Meere der Einzigartigkeit, seine Richtung wird von denen als vorhersehbar angesehen, die wissen, wie man zählt, um sich nicht in ihren Unermesslichkeiten zu verlieren. The river of memory flows from underworlds through oceans of uniqueness, its direction is seen as predictable by those who are able to count in order not…

  • Whiteheads Flug des Denkens

    „Die wahre Forschungsmethode gleicht einer Flugbahn. Sie hebt ab von der Grundlage einzelner Beobachtungen, schwebt durch die Luft phantasievoller Verallgemeinerungen und versenkt sich dann wieder in neue Beobachtungen, die durch rationale Interpretation geschärft sind.“ (Process & Reality)

  • Futur ll

    An einem nicht allzu fernen Abend fragt sie ihn, willst du noch zu einem Kaffee hochkommen und er wird sagen, leider trinke ich so spät abends keinen mehr. Woraufhin sie ihm entgegnen wird, macht nichts, ich habe eh‘ keinen Kaffee. Oben angekommen und sich beider Absichten vollkommen einig werden sie ihre Handies mit der gläsernen Seite übereinanderschieben, diese vibrieren dann…

  • Eschatologie des Universums

    Nehmen wir an das Universum ist und es lässt sich mit physikalischen Regeln beschreiben. Dann ist es endlich. Wenn wir nach dem Zweck des Universums fragen, gibt es folgende Antworten, entweder es gibt keinen Zweck so ist es absurd, hat es einen Zweck, gibt es zwei Möglichkeiten, entweder es erreicht ihn oder es erreicht ihn nicht. Wird der Zweck erreicht,…

  • Wahrheit und Schönheit

    Wahrheit ist die Beziehung zwischen Theorie und Welt und Schönheit die Beziehung zwischen Theorie und Verstand, sagt Jim Holt. Hat er Recht? „Was ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien, Anthropomorphismen, kurz eine Summe von menschlichen Relationen, die, poetisch und rhetorisch gesteigert, übertragen,geschmückt wurden und die nach langem Gebrauch einem Volke fest, kanonisch und verbindlichdünken: die Wahrheiten sind…

  • Maschinengedächtnis

    Wer nicht lesen kann, kann im Netz nur Bildchen gucken. Der Leser aber entwickelt durch intensiven Netzgebrauch nach und nach eine Gedächtnisstütze; Wo finde ich was wie schnell, wenn ich es brauche. Erinnerungen werden zu Wegen durch Bookmarks und Bedienungen von smarten Geräten. Nicht mehr an was erinnert man sich, sondern wie es zu finden ist, wird wichtig. Damit werden…

  • Zeitläufte

    Wenn Wirklichkeit ohne ein Jetzterleben nicht gedacht werden kann, dann bekommt die Frage nach der Ewigkeit nach unserer diesseitigen Lebenszeit – gibt es überhaupt eine Ewigkeit im Diesseits? – einen ganz anderen Sinn. Ewigkeit ist so verstanden das Jetzterleben des Jenseits. Sobald wir unser diesseitiges Jetzterleben, von dem Aristoteles meinte es sei die Aneinanderreihung von Erlebnissen, auf das des Jenseits…

  • Sirup oder Sand

    Bertrand Russell stellte einst mit typisch britischen Humor die Frage, ob die Wirklichkeit eher aus einem Haufen Sand oder eher einem Eimer Sirup bestehe, um sein Grübeln über das Infinitesimal zu bekunden.

  • Unendliches

    Unendliches soll unendlich klein, also infinitesimal oder unendlich groß sein. Beidem wohnt der Gedanke inne, das was ist bleibt, weswegen es entweder unendlich teilbar und unendlich zusammenfügbar sei. Wenn etwas bis ins Unendliche geteilt werden kann, wie kann es dann je aus unendlich Kleinem zu einem Ganzen gefügt sein? Beide Abstraktionen, das Zerkleinern und das Vergrößern sind entgegengesetzte sich einander…