• Gräber

    Für Gottgläubige ein Ort mit Betten, worin Verstorbene liegen bis sie zum letzten Mal wieder geweckt werden, um dann in das Refugium der Ewigkeit zu kommen. Für Gottleugner ein Ort, wo tote Körper sachgerecht für eine festgelegte Erinnerungsfrist verbracht werden.

  • Etwa, ein deutsches Wort?

    Es sieht so garnicht nach einem deutschen Wort aus: etwa, etwas, etliche, etwer, etwelch, etwaig, etwan. Ein Überbleibsel aus dem Mittelhochdeutsch für Abzählbares, ungefähr Bestimmtes, ein Schätzen, ahnen, noch nicht wissen, das in der Zeit an unbestimmten Ort mehrfach auftritt oder bereits direkt vorgestellt noch nicht bestimmt ist. Eine Ungenauigkeit, die unser schwaches Gedächtnis einfordert und Wiedererkennen erst ermöglicht.

  • Namen

    Zeigen Namen auf ihre Taufe oder beschreiben sie Wesen der Lebenswelt oder sind sie ein Weg zu begreifen, was noch nicht verstanden ist.

  • Ewigkeit und Unendlichkeit

    Beides Grenzen für unser Verstehen, denen wir uns mit Abstraktionen von Wiederholbarem nähern. Wiederholung von Etwas und Wiederholungen von Etwan(n) und Wiederholungen im Etwo(a). Gibt es überhaupt Wiederholung, ist sie nicht vielmehr entstanden aus verschwommener Erinnerung? https://youtu.be/48sCx-wBs34 sehe auch, the infinite pattern that’s never repeats.

  • Satz vom Preis des Wissens

    Mathematik ist fast die preisgünstigste Wissenschaft, sie benötigt Papier, Bleistifte und Papierkörbe, die Günstigste ist die Philosophie, sie verzichtet auch auf Papierkörbe.

  • Zeit

    Wenn Zeit an Lebendigkeit gebunden ist, sind Abstraktionen von Zuständen und ihre Verhältnisse zueinander nur noch an eine Zeitabstraktion gebunden, die nach vielem Rechnen auch eliminiert werden kann. Ein Fehlschluss ist dann die Behauptung, es gäbe keine Zeit, denn damit würde auch Lebendiges sämtlich elimiert. Der Abstraktion mangelt es an Lebendigkeit, sie ist zeit- und leblos.

  • Philosophie auf dem Männerklo

    Wheeler fand dort den Satz, Zeit sei der Weg der Natur zu verhindern, dass alles gleichzeitig passiere. Und der Musiker und Meister des Metronoms Berlioz witzelte, sie sei eine grossartige Lehrerin, töte allerdings alle ihre Schüler.

  • Aberglaube

    Aberglaube, sagt Nietsche in der fröhlichen Wissenschaft, ist Glaube aus dem individualistischen Trotz geboren, an etwas anderes glauben zu wollen als es der vermeintliche Herrschaftsglaube tut. Nun denn, glaubt an was ihr wollt, wenn es euch zu besseren, menschlicheren Handelnden macht, ansonsten verbietet es die Ehre dem Trotz zu folgen.

  • Physics

    Die Lehre vom wie natürliche Vorgänge regelmäßig zusammenwirken, weiß nichts vom Wert der Zeit für das Lebendige.

  • Blinder Seher

    Theresias, den mit Blindheit das Weibliche im göttlichen Zorn strafte, als er beim Streit der Hera mit ihrem Göttergatten, wer denn mehr Lust beim Akt empfinde, schon vor Urzeiten verkündete, dass es die Frau sei, die zu neun Teilen von den insgesamt Zehnen geniesse, ist der blinde Seher. Theresias sieht ohne Augen sein Blick erfasst, was Augenblicke verbergen. Er sieht…