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Unbedingt Bedingt
Erst wenn Gesolltes mit dem Gewollten auseinanderfällt, wird Willensbetätigung erkennbar. Der den Willen Betätigende greift dabei zu einer intellektuellen Konstruktion und erzeugt denkend ein übergeordnetes Wollen, das derart seinem hedonistischen Verlangen die Schranken weist und nennt sie Moral. Mit der Identifikation zum übergeordneten Wollen gegenüber dem hedonistischen Verlangen, wird so intellektuell Gewolltes erneut zum gesellschaftlich Gewollten. Die Aneignung des intellektuell…
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Willensfreiheit
Ist die Fähigkeit zur überlegten hindernisüberwinden Willensbildung und -umsetzung. (aus Willensfreiheit, Geert Keil) Du sollst nicht das Weib deines Nachbarn begehren. Du sollst nicht das Weib begehren. Du sollst nicht begehren. Du sollst. Der Mensch als Adressat von Sollensansprüchen. Der Mensch als Begehrender. Der Mensch als auffällig sexuell Begehrender. Der Mensch als Mensch unter Menschen. Das Nicht Begehren als Wille…
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Die Cloud klaut
Wir werden immerwieder dazu aufgefordert unsere Dateien, die digitalisiert umgeformt ein physisches Etwas enthält, das uns gehört, in die Cloud hochzuladen. Doch was passiert dort, wer hat das Recht an dem dort Hinterlegten? Allzuoft werden die digitalisierten Dateien erneut umgewandelt und verändern damit auch den Charakter des Inhalts. Doch um diese Cloud zu nutzen müssen wir bezahlen, wir verlieren unsere…
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Schwere
Wenn Gravitation nur eine Scheinkraft ist, dann ist das Zurückgehalten werden vom freien Fall unser Gewicht. Schwere wird, so verstanden, nur zu einer geometrische Größe, doch wie kommt es dann zur Masse? Weshalb agglomeriert sie überhaupt…? Wer oder was erzeugt die Raumzeitknoten, in die dann das fällt, was dann Massenbehaftetes wird?
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Nutzlos
Eine der erstaunlichsten Erfindungen der Menschen ist der nutzlose Roboter, er tut nichts, hilft niemandem – es heißt von ihm, er denke!
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Spur
Die Spur eines Traumes ist kaum weniger wirklich, als die eines Schrittes. „La trace d’un rêve n’est moins réelle que celle d’un pas.“ Georges Duby, Historiker
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Evolutionstheorie – Belohnung für Angepasste
Nietzsche verabscheut das darwinistische Dogma von ›Anpassung‹ und ›Selektion‹ als Gesetz der Lebensentwicklung. Für ihn sind das Projektionen einer utilitaristischen Moral. „So stellt sich der Spießer eine Natur vor, in der angeblich auch die Anpassung mit einer Karriere belohnt wird.“
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Verwechslung
Wie ein Hund einen vermeintlichen Artgenossen schwanzwedelnd anbellt, den wir zuvor aus Pappmaché und Draht zusammen bastelteten, vermuten wir absichtsvolles Handeln bei Robotern, deren Algorithmen uns vernünftige Interaktion schwer erkennbar vorgaukeln sollen. Selbst in sich verschränkte Berechnungsregeln, deren Konfiguration lösungsoptimierend wirken und heute euphemistisch künstliche Intelligenz genannt werden, verleiten uns zu dem Verdacht, dass in diesen Maschinen etwas denkt. Niemand…
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Wissen
Wir fragen uns, ob Offensichtliches, das was ist, so ist wie es ist und verlieren uns in Logelei und Spekulationen. Offensichtliches zu bezweifeln und Pfade durch ein solcherart selbstgestalteltes Labyrinth als Erkennungszeichen für Wissen zu halten, ist abstrus. Wissen öffnet Verborgenes. Verborgenes trennt sich von Offensichtlichem, das zu kennen einem jeden möglich ist, auf zweierlei Arten ab, dem Verborgenen in…
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Das Nützliche
Das Nützliche richtet sich an den Erfolg von Wenigen. Es ändert seinen Charakter immer dann, wenn es sich an alle richtet.