Die „kopernikanische Wende“ markiert nicht primär die Entdeckung eines neuen kosmischen Zentrums, sondern den Beginn einer Denkbewegung, in der mathematische Modellbildung zunehmend an die Stelle ontologischer Fragestellung tritt. Die spätere Deutung dieser Wende verstärkt diesen Zug, indem sie aus einer methodischen Verbesserung eine Aussage über das Sein macht.
Denken endet nicht, weil Begriffe präzisiert werden. Denken endet dort, wo eine Umdefinition eines Begriffs für die Lösung des Problems gehalten wird, das dieser Begriff ursprünglich bezeichnete.
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